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Bitte gedulden Sie sich einen Augenblick - die Karte wird geladen. Die Karte zeigt die drei Varianten, die im Raumordnungsverfahren behandelt wurden. Die Hessische Landesregierung hat sich für die von Fraport bevorzugte Nord-West-Variante entschieden.

Die Situation: Der Flughafenbetreiber Fraport AG, die Lufthansa und die Hessische Landesregierung wollen unter allen Umständen den Frankfurter Flughafen ausbauen. Geplant sind eine Landebahn im Kelsterbacher Wald und Wartungseinrichtungen, u.a. für den Airbus A-380, im Wald bei Mörfelden-Walldorf. Außerdem soll nach Verlegung der militärischen Einrichtungen der USA auf der ehemaligen US-Airbase ein drittes Passagier-Terminal für bis zu 40 Mio. Passagiere errichtet werden. Seit 1998 wehren sich viele Bürgerinnen und Bürger der Rhein-Main-Region gegen die neuen Pläne zur Flughafenerweiterung.

Für die Landebahn würden mindstens 200 Ha Wald gerodet weden. Außerdem würden zahlreiche Waldinseln und -reste übrigblieben, die nicht mehr lebensfähig wären. Der massive Eingriff kann innerhalb des Rhein-Mains-Gebietes nicht ausgeglichen werden. Die Kommune Kelsterbach hätte keinerlei Erholungswald mehr für ihre Bürger. Der Lärmschutz und Luftfilter, der die Stadt gegen den Flughafen abschirmt, wäre zerstört, sollte die Landebahn gebaut werden.

Als erster Schritt sollen neue Werftanlagen für die Interkontinentalflotte der Lufthansa, darunter auch der neue Airbus A-380, gebaut werden. Ca. 21 ha Wald sind dafür gerodet worden. Obwohl innerhalb des Flughafengeländes genügend Platz vorhanden gewesen wäre, hat der Flughafenbetreiber politisch durchsetzen können, daß der Bannwaldstatus des Waldes aufgehoben wurde und die Harvester und Kettensägen im September 2005 zum Einsatz kamen.

m Süden des Flughafens wurden bereits 21 ha Wald gerodet. Dabei sind das nur ca. 7 Prozent der Gesamtfläche, die der Flughafenerweiterung zum Opfer fallen sollen.
Bilder vom Kuchenstand am A-380-Gelände, 03. Juli 2005
Bericht zum Kuchenstand am Radarturm (A-380-Gelände) vom 24. Januar 2005

Nach dem Bau der Landebahn würden wegen des Lärms in der Rhein-Main-Region zahlreiche Siedlungsbeschränkungen ausgeprochen werden:

Karte in höherer Auflösung als pdf

Die 115 ha Wald südlich des Flughafens sollen zusätzlich zur geplanten neuen Landebahn gefällt werden. Sie sind damit Teil der Flughafenerweiterung Frankfurt Rhein-Main. Die schraffierte Fläche zeigt den Teil des angrenzenden Vogelschutzgebietes, der sich im Eigentum von Fraport befindet.



Nachdem in den 80er Jahren der Bau der Startbahn 18 West von der Hessischen Landesregierung gegen die Betroffenen mit Gewalt durchgesetzt wurde, galt lange Zeit eine erneute Flughafenerweiterung vor allem außerhalb des bestehenden Zauns als politisch nicht durchsetzbar. Innerhalb des Betriebsgeländes des Flughafens wurden in den letzten Jahren jedoch zahlreiche Ausbauten realisiert, u.a. das Terminal 2, An- und Umbauten der Flugsteige und die Cargo City Süd.

Das alles führte zu einer maßlosen Steigerung der Flugbewegungen und des Fluglärms. Waren es 1985 - ein Jahr nach der Inbetriebnahme der Startbahn 18 West - noch 238.000 zivile Flugbewegungen, so stieg die Zahl im Jahr 2000 auf 459.000 pro Jahr an. Durch die geplante Landebahn sollen die Flugbewegungen offiziell auf 660.000 im Jahr steigen. Die Bürgerinitiativen befürchten, daß noch wesentlich mehr (ca. 900.000-1.000.000) möglich sein könnten. Im Erörterungstermin zur geplanten Landebahn (September 2005 - April 2006) gab selbst Fraport zu, daß 750.000 Flugebewegungen möglich seien.

Die Folgen: Der exzessive Flugbetrieb beeinträchtigt schon heute weite Landstriche durch extreme Lärmpegel zu allen Tages- und Nachtzeiten. Ein Nachtflugverbot, wie schon seit über 25 Jahren von den Bürgerinitiativen gefordert, existiert bis heute nicht. Dabei werden die Menschen in der Region von durchschnittlich 150 Flugbewegungen pro Nacht (Spitzenwert liegt bei ca. 250) aus dem Schlaf gerissen. Lärmwirkungsforscher haben festgestellt, daß auch unterhalb der Aufwachschwelle der Körper Streßreaktionen zeigt und die Gesundheit durch Fluglärm beeinträchtigt wird.

Die Umweltverschmutzung hat im RMG schon heute ein nicht mehr tragbares Ausmaß angenommen. Im Rhein-Main-Gebiet sind z.B.überdurchschnittlich viele Atemwegserkrankungen zu verzeichnen. Durch eine Vergrößerung des Flughafens würden lärm- und schmutzbedingte Erkrankungen zunehmen. Dabei spielen nicht nur die Emissionen der Flugzeuge eine Rolle. Der Zubringerverkehr auf den Straßen mit allen Folgewirkungen würde durch eine Flughafenerweiterung ebenfalls wachsen. Der ständige Ausbau der Infrastruktur bedroht mittlerweile massiv die Lebensqualität der Bevölkerung.

Auch das war mit ein Grund, daß Mitte der 80er Jahre weite Teile des Walds rings um den Flughafen als Bannwald ausgewiesen wurden. Bannwald darf wegen seiner ökologischen Funktionen für das regionale Klima, als Wasserspeicher und -filter, als Naherholungsgebiet und wegen seiner zahlreichen Tier- und Pflanzenarten (darunter zahlreiche Rote-Liste-Arten) nicht in eine andere Nutzungsart umgewandelt werden. Doch für den Flughafenausbau sollen ca. 250 ha Wald für die Landebahn und 115 ha Wald im Süden fallen. Große Teile davon sind Bannwald.

Mit den wachsenden Flugbewegungen in einer dicht besiedelten Region mit zahlreichen Industrieeinrichtungen wie z.B. das Chemiewerk Ticona, steigen auch die Absturzgefahren an.

Die Abgase der Flugzeuge in großer Höhe verursachen dort den Abbau der lebensnotwendigen Ozonschicht. Kondensstreifen tragen mit zum Treibhauseffekt bei. Der Flugverkehr ist der Verkehrsträger mit den weltweit größten Steigerungsraten. Wenn die Entwicklung ungebrochen so weiter geht, wird der Flugverkehr in wenigen Jahren der größte Klimakiller sein.

Was tun? Wehren Sie sich gegen die Bedrohung unserer Lebensqualität. Verhindern Sie mit uns den Ausbau, unterstützen Sie den Widerstand in der Region.

Informieren Sie Freunde, Kollegen, Nachbarn und Bekannte
über den geplanten Flughafenausbau und dessen Auswirkungen auf die Region. Diskutierieren Sie mit anderen und weisen Sie auf die Bürgerinitiativen hin. Nur gemeinsam sind wir stark!

Beschweren Sie sich bei Fluglärm
im Internet:
Unter der Adresse www.profutura.net finden Sie eine komfortable Möglichkeit, Ihre Beschwerde direkt von der Internet-Seite aus abzuschicken. Probieren Sie es aus!
telefonisch:
Das Lärmbeschwerde-Telefon der Fraport AG erreichen Sie unter der Nummer 0800 - 2345679. Der Anruf ist kostenfrei.

Unterstützen Sie Bürger, die eine Musterklage führen
Werden Sie Mitglied im "Institut zur Abwehr von Gesundheitsgefahren durch Lärm e.V". Informationen über den gemeinnützigen Verein des Bündnisses der Bürgerinitiativen finden Sie auf dieser Web-Site. [IAGL]

Arbeiten Sie in einer Initiative mit
Zur Zeit setzen sich mehr als 60 Gruppen in der gesamten Region Rhein-Main gegen die Flughafenerweiterung und für ein Nachtflugverbot ein. Adressen und Ansprechpartner finden Sie unter Bürgerinitativen auf dieser Web-Site. [BI vor Ort]

Sagen Sie ausdrücklich NEIN zum Flughafenausbau

Verabschieden Sie in Ihrem Verein, Ihrem Verband, Ihrer Kirchengemeinde oder einer anderen Organisation, in der Sie Mitglied sind, eine Resolution gegen den Flughafenausbau und für ein Nachtflugverbot von 22.00 bis 6.00 Uhr. Schicken Sie uns den Text Ihrer Resolution zu. Wir veröffentlichen ihn in dieser Web-Site.

Beteiligen Sie sich an unseren Aktionen

Besuchen Sie unsere Informationsveranstaltungen, Infostände, Kundgebungen und Feste. Einen Überblick über die aktuellen Termine finden Sie unter Veranstaltungen auf dieser Web-Site. [Termine]

Beschweren Sie sich direkt bei den Ausbaubetreibern
Schicken Sie E-Mails an den Vorstandsvorsitzenden der Fraport Wilhelm Bender, den Hessischen Ministerpräsident Roland Koch, den Hessischen Wirtschaftsminister Dr. Alois Rhiel, die Oberbürgermeisterin der Stadt Frankfurt Petra Roth und den Vorstandsvorsitzenden der Lufthansa AG Jürgen Weber. Protestieren Sie höflich, aber bestimmt gegen die Zerstörung unseres Lebensraums und fordern Sie ein sofortiges Nachtflugverbot.

Unterstützen Sie unsere Arbeit durch eine Spende
Unsere Aktionen, Veranstaltungen und Werbemittel kosten Geld. Deshalb sind wir auf Spenden angewiesen.
Bankverbindung:
Roland Gerls, Bündnis der Bürgerinitiativen
Konto-Nr. 6 785 298
VR-Bank Bad Orb-Gelnhausen eG,  
BLZ 50790000


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Bündnis der Bürgerinitiativen Kein Flughafenausbau - Für ein Nachtflugverbot
Verantwortlich: Winfried Heuser, Frankfurt/Main, Sprecher des Bündnisses